
Oliver
Knappich
Die
Psychologie des umweltzerstörenden
Konsums
- Eine
Analyse der Strukturgenese
- im
Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie
- als
Grundlage für Marketing und
Verbraucherpolitik
Marketing
und Handel
Marketing
und Verbraucherpolitik
Marketing wird hier
als eine Managementphilosphie verstanden, nach der das
gesamte Unternehmen
vom Absatzmarkt her zu führen ist. Hierzu bedarf es
nicht zuletzt der
Erkenntnisse aus der Konsumentenforschung, durch die das
Verhalten der
Verbraucher für das Marketingmanagement transparent
und
verständlich
gemacht wird. Auf die Ergebnisse aus der
Konsumentenfor-
schung kann zudem
ebenso die Verbraucherpolitik zurückgreifen, um
nega-
tiven
Entwicklungen, die sich auch aus einer zu einseitigen
Marketingmacht
ergeben
können, entgegenzutreten.
Bei dem Marketing
handelt es sich zudem nicht um eine Verhaltensweise, die
man gelegentlich
praktiziert. Das Marketingkonzept impliziert vielmehr
Nach-
haltigkeit, da nur
so die Existenz des Unternehmens langfristig gesichert
werden kann. Dazu
gehört auch die langfristige Sicherung der
menschlichen
Lebensgrundlagen.
Hier wird die potentielle Kompatibilität des
Marketings mit
dem Konzept des
Sustainable Development besonders deutlich.
Langfristige
Existenzsicherung
durch Nachhaltigkeit wird für das Marketing ebenso
einge-
fordert wie im
Zusammenhang mit natürlichem Wachstum.
Der
strukturgenetische Ansatz von Jean
Piaget
führt in diesem Zusammen-
hang zu einer neuen
Perspektive. Auf der Grundlage dieses
entwicklungs-
psychologischen
Ansatzes müssen die Verhaltensmuster der Konsumenten
nicht mehr als
gegebene Marktcharakteristika hingenommen werden.
Viel-
mehr erscheint eine
aktive Mitgestaltung des Konsumentenverhaltens
als
möglich, um
beispielsweise die Diskrepanzen zwischen dem
entstandenen
Umweltbewußtsein
sowie dem tatsächlichen Verhalten der Verbraucher
auf-
zulösen. Aus
den Potentialen dieses Ansatzes ergibt sich jedoch
ethisch
auch eine
große Verantwortung bei dem Marketingmanagement
sowie der
Verbraucherpolitik,
die im Rahmen ihrer Aufgabenstellungen ebenso auf
diesen Ansatz
zurückgreifen kann.
Dr.
Oliver Knappich
im Juni
2000
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